Erster Tag: 6. Mai 2011
1. Session
Die 1. Session im politcamp (Thema: "Der Staat sind wir." www.derstaat.at) hat für den Blogpost nicht erfolgreich begonnen. Abgelenkt durch massive Streamingprobleme, konnte mit dem Bloggen nicht gestartet werden.
2. Session
Für die 2. Session soll das mit dem Bloggen klappen. Diese steht unter dem Thema "Die Landgestalter - Phantasie für den ländlichen Lebensraum". Ihre Homepage: www.dielandgestalter.at. Anfang April 2011 ging das Projekt online. U.a. Thema dieser Website:
- Was machen Länder, um den ländlichen Lebensraum attraktiver zu gestalten?
Intern in der Agentur wurde nach Diskssion beschlossen: Stärken müssen gestärkt werden. Ländliches Gebiet könne nicht zu einer Stadt gemacht werden. Vielmehr müsse die Attaktivität gesteigert werden. Menschen wurden nach ihrer Meinung zum Unterscheid zwischen Land- und Stadtmenschen befragt, die Ergebnisse gab es in einem Video zu sehen. Ebenso, ob Menschen am Land innovativ sind: Die Antwort ja eindeutig: "Ja!"
"Jeder Ort braucht eine Idee" ist einer der Schlagsätze der Präsentation von Kathrin Scheikl. Die Initiative wird vom Sozialministerum finanziell unterstützt. Vernetzungsarbeit sei wichtig, wirft ein Teilnehmer ein. Das baut man gerade auf, erklären die Präsentatorinnen. Allgemein sei das Projekt gerade noch in der Aufbauphase - Pressekonferenzen o.ä. gab es noch nicht. Ende Mai soll so eine solche Pressekonferenz aber in Wien stattfinden.
Danach kam eine rege Diskussion in Gang. Zum Abschluss rufen die Präsentatorinnen auf: "Wir sind für jede Hilfe dankbar!"
3. Session
Monika Meurer präsentiert eine Session zum Thema: "Was, wann, wo soll ich bloggen?" Unter meurer.at betreibt sie einen Privatblog.
Die große Frage würde immer lauten: "Mein Gott, was soll ich da auf so einem Blog schreiben?" In einem Blog solle es menscheln. Man kann einen Blog unterschiedlich ausrichten: Entweder als Themenblog oder als Blog, wo unterschiedliche Themen gepostet werden. Eine Mischung wäre ganz gut, meint Meurer.
Halbfertige Posts sollen dennoch veröffentlich werden und als solche gekennzeichnet werden. "Warte auf Reaktionen", lautet der Rat. "Fangt einfach an, macht einen Entwurf und vervollständigt ihn am Ende mit der Überschrift", meint Meurer. Auch Schreiben im Dialekt sei eine gute Idee: "Macht es, wie euch der Schnabel gewachsen ist."
Vor dem eigenen Bloggen solle man einige Wochen (3-6) andere Blogs lesen. "Schaut erstmal: Wie machen die anderen das?" Methoden-Abschauen von andren Blogs ist die Devise.
Wann soll man bloggen? "Sucht euch Rituale und hängt das Bloggen daran an. Versucht das zu verbinden!" Beispielsweise die Gedanken, die man gesammelt hat, nachdem man mit dem Hund spazieren war. Zum Thema Zeitmanagement: Man soll sich überlegen, in welchem Rhythmus man bloggt. "Die Leser werden es dir danken."
Wo soll man bloggen? Wordpress? Tumblr? Blogspot? Als Tipp wurde von einem Teilnehmer die Homepage http://bloggenistvielfalt.de/ genannt, wo man sich informieren kann.
4. Session
Die Mittagspause ist vorbei. Alle haben sich gestärkt, nun gibt es die 4. Session im heutigen politcamp und wird gehalten von Heinz Wittenbrink,, Lehrkraft an der FH Joanneum für Journalismus und PR. Das Thema ist: "Digitale Gesellschaft".
Unter anderem geht es darum, die ältere Generation für das Web zu begeistern und ihnen das Internet nahe zu bringen. Aber auch andere Themen, wie Urheberrecht im Web, werden angesprochen. Wie der Titel es schon sagt: Es geht um die Digitalisierung in unserer Gesellschaft. Bereits kurz nach Beginn der Session bzw. des Vortrages hat sich die Diskussion entwickelt - erstmals am heutigen Tag. Meist war zuvor eine lange Vortrags-Phase mit kurzen Zwischenfragen. Das Thema scheint also zu bewegen. Nach ausführlicher, langer Diskussion wurde die Session beendet.
5. Session
Gleich nach der 4. Session geht es weiter mit der fünften. Das Thema "Webtools für die Partizipation". Es wird einen Überblick über diverse Tools geben.
Zu Beginn berichten die Session-Leiter von einem eigenen entwickelten Infrastruktur-Tool (http://dichtedialog.geobeteiligung.at/). Wichtig sei gewesen das Tool barrierefrei - sprich: leicht zu bedienen - zu machen. In dem Tool geht es um einen Bauplan für den Grazer Bezirk Puntigam, wo jeder selbstständig Markierungen auf einer Karte vornehmen kann und markieren kann und vor Problemen o.ä. zu warnen. Beispielsweise: "Weblinger Kreisverkehr - sehr stark befahren".
Das nächste Projekt betrifft Villach in Kärnten (http://lederergasse.geobeteiligung.at/), das nach dem selben Prinzip funktioniert. User können selbst Markierungen auf der Karte vornehmen und Kommentare dazu verfassen.
Die Tools, die vorgestellt werden, erinnern allesamt stark an das Soziale Medium foursquare.
6. Session
Die Session-Leiter geben sich die Türklinke in die Hand. Gerade noch die fünfte Session beendet, wartet schon die nächste. Das Thema diesmal: "Datenvisualisierung für Anfänger". Erstmals findet ein Vortrag auf Englisch statt.
Es geht zu Beginn darum, Daten in Grafiken zu verpacken. Die Session wird vor allem mit Vorzeigen von verschiedensten Grafiken auch durchgeführt. Ein kurzer Teil der Session vom zweiten Vortragenden findet auf Deutsch statt.
7. Session
Nach der Pause geht es mit der letzten Session des Tages weiter. Thema wird der Datenschutz bzw. die Vorratsdatenspeicherung sein. Zum Abschluss des politcamps haben sich beinahe alle Teilnehmer hier eingefunden. Das parallel laufende iCamp wurde kurzerhand beendet.
Zunächst gibt es eine Einleitung: "Was ist Vorratsdatenspeicherung?" Hierbei wird klar: Es werden schlicht und einfach alle relevaten Daten gespeichert. Eine genaue Rückverfolgung eines Bewegungsmusters ist damit möglich. Auch eine Historie zur Vorratsdatenspeicherung wird gezeigt: "Wie kam es dazu?" sowie einige Beispiele von Ländern, die sich dagegen wehren (Schweden zB) bzw. derer, die das umgesetzt haben (Ungarn, Österreich etc.)
Die Ziele: Aufklärung von Verbrechen, Terrorismus(bekämpfung).
Die Gefahren: Verlust von Freiheit und Menschenrechten, unsichere Speicherung, unkontrollierte Zugriffsregelung, Zusammenführung von Daten, Zunahme der überwachbaren Aktivitäten
Der Datenspeicherung entgehen: Telefon (Wertkarte + nicht registriertes Handy, Telefonzelle), Internet (offene WLAN, VPN, Proxy-Server, ...), offline Kommunikation, eigene Infrastruktur, Mobil (Handy zu Hause lassen & Akku rausnehmen), Wechsel zu einem "kleinen" Provider, sein eigener Provider werden
Ab dann entwickelte sich eine durchaus interessante Diskussion, Fragen werden gestellt. Immer öfter werden die Vortragenden unterbrochen - bis die Zuhörer einige Minuten untereinander selbst diskutierten.
Das wars dann. Gegen 17.50 Uhr endet das politcamp 2011 für den ersten Tag. Morgen Sonntag geht das politcamp 2011 in die zweite Runde.



















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