Die Vorbereitungen für das erste PolitCamp in Graz sind angelaufen. Wir haben potenzielle Partner angesprochen aus den Bereichen Politik, Kommunikationsagenturen und Webagenturen. Wir möchten dieses Weblog benutzen, um alle Interessierten auf dem Laufenden zu halten, und wir hoffen auf viele Kommentare. Um das Programm vorzubereiten, gibt es weiterhin das Wiki, an dem jede und jeder mitarbeiten kann.
Wir haben uns auch schon über mögliche Tracks Gedanken gemacht und mit Leuten, die sich dafür interessieren, gesprochen. Wenn alles klappt, werden wir Tracks oder Mini-Tracks zu folgenden Themen haben:
Internationale Bestandsaufnahme
Civil Journalism
Lobbying
Datenschutz
Agenturpraxis in der politischen Kommunikation
PolitikerInnen-Blogs
Tutorials zur Einführung in die Webkommunikation











Anfrage: Warum soll es (laut Policamp-Wiki) v.a. um politische Kommunikation gehen? Wenn man das Spannungsfeld „Politik und Web 2.0“ betrachtet, ist die Einschränkung auf den Aspekt der „politischen Kommunikation“ eine willkürliche und unnötig enge. Die schmale Nische „aktuelle und mögliche Web 2.0-Anwendungen im Politikbetrieb“ wird noch schmäler, wenn nur die politische Teilfunktion „Kommunikation“ diskutiert wird.
Politik ist – Gott sei dank – weit mehr als nur Kommunikation. Da gibt es z.B. jede Menge Issues des „computing in a cloud“. Die bekannten web-relevanten wirtschaftspolitischen und bürgerrechtlichen Issues tangieren etwa privacy, Marktbeherrschung und Urheberrecht. Weitere Aspekte der Politik sind politische Konzeption, Organisation, Prozesse, Partizipation und Umsetzung.
Um das gleich vorweg zu nehmen: Natürlich kann jetzt eingewendet werden, dass das alles unter „politischer Kommunikation“ summiert wird. Und, klar wird in Verhandlungen kommuniziert, was sonst? Das würde dann aber der Sichtweise außen stehender Beobachter entsprechen, die Dreieckständer für den gesamten Wahlkampf und Plenarsitzungen für den ganzen Parlamentarismus halten.
Mein Vorschlag: Kommunikation war und ist ein integraler Bestandteil der Politik, ist aber nicht Politik. Nicht im real und hoffentlich nicht im 2nd life.
Kommentiert von: Andreas Kovar | 22. März 08 um 09:56 Uhr
Danke für die Anregung, vielleicht sollten wir das im Wiki noch schärfer abgrenzen: Wir stellen uns sicher nicht den Anspruch, Politik in vollem Umfang am Barcamp abzuhandeln, wir sind keine Politwissenschaftler. Als Kommunikationsstudiengang interessiert uns besonders dieser Teilaspekt der politischen Arbeit. Was derzeit via web2.0 passiert scheint so wenig gar nicht zu sein, wenn man allein unsere Teilnehmerliste überfliegt. Aber ich bin mir sicher, eine Session über die weiteren Themenfelder, die Andreas Kovar angesprochen hat, würde sicher großes Interesse wecken, um jetzt mal mit dem Zaunpfahl zu wedeln ;)
Kommentiert von: Josef Puschitz | 24. März 08 um 12:21 Uhr