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31. Mai 08

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Regina Joschika

Stimmt. Lisa Rücker hat neben Christoph Chorherr in Punkto Web-Kompetenz alt ausgesehen. Allerdings dürfen wir nicht vergessen, dass wir uns in einer medialen Zeitenwende befinden. Vor zwei Jahren war auch mir zu Beginn meines Journalismusstudiums noch unklar, was ein Weblog (Blog) ist. Und die Diskussion darüber, welche politischen Produktivkräfte in ihm liegen (und in anderen Web2.0-Tools), fängt gerade erst an. Etwas hat Lisa Rücker auf jeden Fall verstanden: Es geht darum, authentisch zu sein. Und so hat sie sich beim PolitCamp in Graz gezeigt. Gerade diese Authentizität wird in der Web-Kommunikation ja immer gefordert und als Qualitätsmermkal definiert. Lisa Rückers ehrliches Geständnis, nicht zu wissen, was Facebook ist, müssten demnach die anwesenden Blogger und Politikinteressierten offen und ohne Ironie aufgenommen haben.

Regina Joschika

Stimmt. Lisa Rücker hat neben Christoph Chorherr in Punkto Web-Kompetenz alt ausgesehen. Allerdings dürfen wir nicht vergessen, dass wir uns in einer medialen Zeitenwende befinden. Vor zwei Jahren war auch mir zu Beginn meines Journalismusstudiums noch unklar, was ein Weblog (Blog) ist. Und die Diskussion darüber, welche politischen Produktivkräfte in ihm liegen (und in anderen Web2.0-Tools), fängt gerade erst an. Etwas hat Lisa Rücker auf jeden Fall verstanden: Es geht darum, authentisch zu sein. Und so hat sie sich beim PolitCamp in Graz gezeigt. Gerade diese Authentizität wird in der Web-Kommunikation ja immer gefordert und als Qualitätsmermkal definiert. Lisa Rückers ehrliches Geständnis, nicht zu wissen, was Facebook ist, müssten demnach die anwesenden Blogger und Politikinteressierten offen und ohne Ironie aufgenommen haben.

schneeengel

nein - da muss ich dir widersprechen. wer nicht weiß, was facebook ist, der hat die letzten jahre weder spiegel, noch profil, noch zeitungen gelesen. denn da geistert dieses facebook nämlich schon eine ganze weile umher... und das kann ich von einer politikerin ja wohl erwarten.
authentisch ist da meiner meinung nach sehr wenig, wenn ihr privat die zeit dafür zu schade wäre, wie sie gesagt hat. dann ist das ganze nämlich nur parteipolitisch - und nichts anderes! und parteipolitik ist für mich alles andere als "authentisch".

Josef Puschitz

oje, die kenntnis von facebook als maßstab für die qualität des medienkonsums herzunehmen geht jetzt doch zu weit. gerade politiker lesen zeitungen weitaus genauer als der durchschnittskonsument, auch wenn sie nicht auf der suche nach ihrem namen sind. dass sie ihre themen nicht primär den net-business seiten entnehmen, ist auch nachvollziehbar.

eigentlich traurig für ein barcamp: teilnehmer sollten nicht belächelt werden, wenn sie nicht völlig uptodate sind, schließlich geht man ja dort hin, um neues zu lernen. lisa rücker hat sich sehr couragiert in ein umfeld begeben, das sicher nicht ihr eigenes ist. daher ist es ihr hoch anzurechnen, dass sie sich trotzdem den sehr kritischen bloggern gestellt hat.

schneeengel

es ist ja nicht so, dass ich es ihr nicht anrechne, dass sie - im gegensatz zu vielen anderen! - da war. meine aussage war vielleicht zu überspitzt, ich will ihr damit nicht unterstellen, dass sie medien nicht konsumiert. aber wenn sie über das "internet-verhalten" von ihrem bürgermeister her zieht - und ihn durchaus etwas blöd da stehen lässt - muss ich da nicht von ihr erwarten, dass sie sich selbst etwas genauer damit auseinander gesetzt hat?
das große problem von politik und web 2.0 ist, dass sich die politiker zu wenig damit auseinandersetzen.

schneeengel

nachtrag:
und facebook war in letzter zeit nicht nur auf den tec-seiten zu finden, sondern auch in den wirtschafts- und politikspalten. ich erinnere nur an themen wie den chinesischen ministerpräsidenten (egal ob fake oder nicht), microsofts interesse an dem social network und und und.
social networking ist nicht mehr ein thema, das nur noch auf "tec-seiten" auftaucht...

Regina Joschika

Lisa Rücker weiß jetzt - nach dem PolitCamp - ganz bestimmt, was Facebook ist. Und geht es nicht genau darum? Wir sollten Türen aufmachen und nicht zusperren, in dem wir vorschnell urteilen (was meiner Meinung nach auch sehr schnell arrogant wirkt, was gar nicht zu Web2.0 passt). @schneeengel: versteh mich nicht falsch, ich möchte dir mit diesem Kommentar auf keinen Fall Arroganz vorwerfen!

clemens ticar

ich finds auch nicht soooooooooooo schlimm das sie nicht weiß was facebook ist - da gibts sicher noch zahlreiche andere. schlimm fand ich, dass sie die adresse ihrer internetseite nicht wusste...

schneeengel

@regina: nein, schon okay - ich versteh was du meinst...

Michael Neumayr

Naja in gewisser weise war ihre Frage durchaus entwaffnend. Es war zu erwarten, dass sie mit dieser Aussage zum Running Gag des Politcamps wird.

Mich hat das offensichtliche Dissen von Bürgermeister Nagl auch gestört. Man sagt: "Mit vollen Hosen ist gut stinken."

Dass Rückers Hosen nicht ganz so voll sind, wie zuvor dargestellt hat sie wenige Minuten später bewiesen.

weiter führender Link:
http://www.nachrichtenfluss.net/wordpress/?p=38

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