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08. Juni 08

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Markus Pirchner

Frage(n): Brauchen wir die (fragwürdige) Aufmerksamkeit der traditionellen Medien überhaupt? Oder wäre es nicht doch besser, die Partizipation des "long tail" zu intensivieren?
Nach meinem Verständnis ging und geht es beim PolitCamp ja nicht darum, sozusagen auf einer Meta-Ebene etwas zu "produzieren", worüber Medien (gnadenhalber) berichten, sondern um die Entwicklung und Etablierung eines alternativen politischen Konzeptes ("Politik 2.0") qua Vernetzung.
Wenn dies dann den (blanken) Nerv der Medien trifft, umso besser. Aber das kann nicht der Zweck sein, nur ein Nebenprodukt.

Peter Zurk

... wer bloß Politik verstehen will kann das allein oder in der Clique auch aus einer stillen Ecke heraus tun (ggf. könnte das selbst als minimalistisches Signal sogar wiederum Bedeutung erlangen?) - von der Hoffnung getragen, daß endlich einmal die "Guten" und nicht immer die "Unmoralischen/Schlechten/Starken/..." überleben

... aber wer Politik (positiv) beeinflussen möchte, d.h. mehr als nur passiv miterleben (mitleiden?), der muß es halt hinnehmen, daß die Vorstellungen der "Guten" nicht gleich und nicht von allen erkannt werden, aber wenn es für die werten MedienkonsumentInnen
- aufzeigbar nützlich/vorteilhaft ist
. und/oder
- unterhaltsam(real wichtiger Aspekt!)
. und/oder
- gegen klares Unrecht angeht
dann besteht ja ein Wengerl an Hoffnung, und wenn es "ergänzend" derart präsentiert wird, daß p.t. RedaktuerIn damit auch noch Geld/Zeilenhonrar mühearm verdienen kann ... dann besteht Hoffnung auf ein "Bingo"

... natürlich darf nicht ignoriert werden, daß die "Anderen" womöglich ebenfalls (natürlich irrigerweise!) die "Guten" zu sein glauben und die resultierende Aufmerksamkeit/Medienwirkung oder Ignorieren/... ein Fehl (wäre natürlch Sauerei!)in der p.t. Wertigkeit/Richtigkeit/... bedeuten "kann"
:-)

PS: maßgeblichen PolitikerInnen ein "Reiberl" mitzugeben hat nachweislich besonderen Unterhaltungswert, und wird deshalb von vielen Medien-Wirkungs-Interessierten gerne verwendet

Josef Puschitz

@ markus: ja, ich denke tatsächlich, dass wir die traditionellen medien brauchen. zumindest für das politcamp war es ein ziel, nicht nur die alpha-blogger zu kriegen, sondern auch interesse außerhalb der blogosphäre zu wecken. grade wenns um teibstoff für die demokratie geht, sollten auch die "leute dort draußen" etwas mitkriegen. und hinkommen und mitreden wollen. insofern lieber vor- als nachberichterstattung, klar.

@peter: vor dem besagten "reiberl" hat der großteil der eingeladenen politiker wohl auch angste gehabt, daher die vielen "terminlichen" absagen. bleibt die frage, ob es nicht eh gut so war...

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