Julian Außerhofer macht Open Government Data, also der Veröffentlichung von Daten der Regierung. Wollte gestern jemand anders machen, hat's dann aber nicht gemacht und jetzt macht's Herr Außerhofer, weil das ein enorm wichtiges Thema ist, wie er zu Beginn erklärt.
Er beginnt mit den ersten Entwürfen von OGD in England. Dann wird's etwas aktueller: Obama wirbt nach seiner Inauguration für OGD mit den Worten Transparenz, Partizipation und Kollaboration. Obama: "OGD ist Ausgangsmaterial für demokratische Transparenz, Dienstleistungen und Produkte."
Grundsätzlich gilt bei OGD: Keine personenbezogenen Daten und keine sicherheitsbezogenen Daten! Wikileaks würde also eigentlich nicht unter OGD fallen, meint Außerhofer.
Dann stellt Außerhofer eine interessante Sichtweise von Tim Berners-Lee vor: Die Regierung ist eine Plattform. Alle erfolgreichen Technologieunternehmen waren so erfolgreich, weil sie als Plattform, unter der Einbindung von vielen, funtioniert. Und genau so sollte die Regierung auch arbeiten.
Die Frage ist, wie Regierungsdaten veröffentlicht werden sollten. Außerhofer erklärt hier 8 Punkte, was OGD sein muss: 1. Vollständigkeit, 2. Primärdaten, 3. Zeitgerecht, 4. Zugänglichkeit, 5. Maschinell verarbeitbar, 6. Nicht diskriminierend, 7. Nicht proprietär und zu guter Letzt 8.Lizenfrei.
Außerdem sollte man noch andere Aspekte beachten. So etwa den Datenschutz. Dieser ist natürlich ein Thema, das als erstes ins Auges springt. Aber auch die Verifikation ist ein großes Thema: Wer kann bei offen zugänglichen Daten sagen, ob sie stimmen? "Und wie führt man OGD überhaupt ein?", fragt Außerhofer. Er beantwortet die Frage gleich selbst und erachtet es als sehr wichtig an, Stakeholder stark einzubinden.
Mittlerweile gibt es weltweit schon viele Initiativen, die sich mit OGD beschäftigen. Gutes Beispiel: Auf Where does my Money go? kann man sehen, wofür britische Steuergelder verwendet werden. Noch ein Beispiel: Mit der App Stumble Safely kann man nach einer langen Nacht den sichersten Weg nach Hause finden, die App funktioniert unter der Verwendung von verschiedenen Kriminalstatistiken.
In Österreich gibt es auch schon mehere Initiativen, wie etwa der Katalog offener Daten Österreich. Am 16. Juni wird in Wien außerdem die Open Government Konferenz stattfinden, wo wahrscheinlich die Veröffentlichung der Daten der Wiener Stadtregierung präsentiert werden wird.



















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